Paarthemen

Themen aus der Paarberatung

 

Je mehr Worte, desto zurückgezogener
Während Sie am Anfang der Beziehung noch in einem Austausch von Meinungen und Ideen waren gibt es jetzt nur noch Rückzug auf der einen Seite und Konfrontation auf der anderen Seite. Je mehr Rückzug, desto mehr Vorwürfe/Anklagen und umgekehrt. Sie wünschen sich Nähe und Verbindung zum Partner, aber der andere ist auf Rückzug. Oder Sie wollen angenommen und wertgeschätzt sein, bekommen aber Vorwürfe. Zurückweisung und Nicht-Verstanden-werden durch den Partner/die Partnerin führt zu starken Gefühlen wie Verletztheit, Verzweiflung und Trennungsangst. Mit der Zeit verliert der Partner seine Bedeutung als sicherer Hafen und wird stattdessen zunehmend als Stressquelle (Feind) erlebt, was zu weiterem Rückzug bzw. heftigeren Angriffen führt.

Eine Person hat die Idee der Trennung ernsthaft geäußert
Das ist für den anderen sehr verwirrend. Wie kommt man damit in der nahen Zukunft klar. Gibt es noch ein "wir schaffen es doch noch" oder ist die Idee der Trennung schon so ausgewachsen, dass es keine gemeinsame Zukunft gibt? Und was sollen beide jetzt eigentlich tun oder wie sollen sie sich verhalten? Wie kann "Trennung auf Zeit" hilfreich sein?

Körperliche Gewalt
Wer sich körperlich bedroht weiß soll sich nicht schämen. Er/Sie braucht Schutz vor erneuter Gewalt. Wenn eine Paarberatung möglich ist, dann gilt es diesen Schutz zu gewährleisten, zu planen, zu verabreden. Schutz und Sicherheit geht vor Therapie. Daran arbeite ich mit Ihnen.

Wir sind so unterschiedlich geworden! Wir reagieren so unterschiedlich!
Bei manchen Paaren entwickelt sich über viele Jahre eine Dynamik, die man als „Polarisierend“ beschreiben kann. Es entwickelt sich eine Kultur des „wenn du das so willst, dann will ich es anders“. Dabei geht es oft gar nicht mehr um die Sache an sich und darum, einen Weg zu finden. Vielmehr hat man sich zur Aufgabe gemacht erst mal genervt von Wünschen und Ideen des Partners zu sein. Hintergrund dieser Entwicklung sind häufig viele kleine und große Kränkungen und Verletzungen, die sich über die Jahre angesammelt haben. Diese sind in Summe scheinbar unüberwindbar geworden und machen eine entspannte Unterhaltung prekärer Themen unmöglich.

Mein Partner ist fremd-gegangen
Das ist enorm verletztend und löst bei Ihnen einen Sturm von Gefühlen aus. Das macht Unterhaltungen mit dem Partner nahezu unmöglich, weil die Gefühle so heftig sind. Was ist hier eigentlich gerade passiert, wie konnte es eigentlich dazu kommen und wie soll das in Zukunft als Paar gehen. Beide Partner haben das Bedürfnis in ihrer Situation gesehen und gehört zu werden.

Ich bin fremd-gegangen
Eigentlich wissen Sie auch nicht richtig, was mit Ihnen los ist. Sie fühlen sich angezogen von einer anderen Person, gleichzeitig sehen Sie das Leid, welches die Affäre Ihrem Partner bringt. Sie wünschen sich eigentlich alles wäre anders, aber die Affäre lässt sich auch nicht einfach aus der Welt schaffen.

Unterschiedliche Erziehungsstile bringen uns an den Rand unserer Beziehung
Mit dem Eltern-werden zeigt sich, wie jeder Partner selbst aufgezogen wurde und auf welche Erfahrungen und Ideen von Erziehung er/sie zurückgreift. Diese Ideen und Erziehungsmethoden und damit zusammenhängende Verhaltensweisen können sehr gegensätzlich sein und Konfliktpotential für die Paarbeziehung haben.

Unser Kind hat unser Leben und unsere Beziehung auf den Kopf gestellt
Der Einzug eines Kindes in eine Partnerschaft stellt diese ganz schön auf den Kopf. Mutter und Vater müssen sich neu sortieren in ihrer Beziehung, weil sich Prioritäten Verändern und damit die Beziehung in eine Krise gerät. Was ist nun mit den Träumen eines harmonischen Familienlebens... 

Die Verwandtschaft blockiert die Beziehung
Eltern oder Schwiegereltern nehmen starken Einfluss auf Ihr Paarleben. Sie können sich als Paar verabreden über den Umgang mit Eltern und Schwiegereltern, aber immer wieder fallen Sie in die alten Muster, obwohl Sie es eigentlich nicht wollen, weil Sie als Paar eigenständig agieren wollen.

Sexuelle Begegnung gibt es kaum bis gar nicht mehr
Das unterschiedliche Bedürfnis nach sexueller Begegnung hat Sie nicht zusammen geführt, sondern dazu gebracht kaum oder keine gelebte Sexualität in der Ehe mehr zu haben. Sie fühlen sich von dem anderen Partner unter Druck gesetzt oder, wenn Sie das stärkere Bedürfnis nach Sexualität haben als der andere, fühlen sich von Ihrem Partner nicht verstanden oder abgelehnt.

Wir leben derzeit getrennt, wollen aber wieder zusammen kommen
Sie haben unterschiedliche Vorstellungen von einem erneuten gemeinsamen Leben und damit auch unterschiedliche Vorstellungen darüber, wann der Zeitpunkt nach einer vorübergehenden Trennung gekommen ist.

Wir sind in zweiter oder dritter Ehe
Sie merken, dass ähnliche oder sogar gleiche Probleme der früheren Ehen Sie in der neuen Ehe herausfordern. Sie brauchen Ideen, warum die gleichen Muster wieder auftauchen und warum die neue Ehe Ihnen nicht hilft, die alten Muster zu durchbrechen.

Mein Partner/meine Partnerin ist "Hochsensibel"
Wenn einer in der Partnerschaft ein hohes Lebenstempo hat und der andere die Ruhe und Konzentration braucht, dann liegt das empfinden darin, was die Welt zu bieten hat und wie es wirkt, sehr unterschiedlich. Das trägt großes Streitpotentzial, weil die Umwelt mit allen Möglichkeiten für den einen bedrohlich wirkt und für den anderen belebend. In der Paarberatung geht es dann um konkrete Absprachen für die Rahmung des alltäglichen Lebens und wie das, was der "Hochsensible" braucht ebenso eingebaut werden kann wie das, was der "Lebensdurstige" benötigt.

Verletzungen, Verletzungen, Verletzungen... und der Traum vom "Neustart" einer Beziehung
Wer vergibt, der ist frei und muss nicht an Verletzungen festhalten. "Wie schön" denken viele, können und wollen aber die Verletzungen der Jahre nicht loslassen. Dann hätte man ja nichts mehr, was man dem anderen vorhalten könnte und womit man die bittere Situation rechtfertigen könnte. Dann wäre man ja frei, frei auch neu verletzt zu werden. Ja! Man tritt aus der Opferrolle heraus und gewinnt wieder die Möglichkeit, das Leben und die Beziehung zu gestalten. Der Weg der Vergebung hat nichts mit dem anderen Partner zu tun, sondern beginnt bei einem selbst.... Für viele ein langer Weg, aber eine Befreiung zu einem neuen Leben.

Wir arbeiten beide im gleichen Unternehmen
Das kann schön sein und ganz schön schwierig. Sie brauchen klare Regeln für das Trennen von Arbeit und Freizeit bzw. Paarbeziehung. Aber Sie bekommen es alleine nicht hin und brauchen Beratung für neue Strukturen.